Im Oktober 2026 begrüßt die Passage Art Residency zwei internationale Künstlerinnen in der Region Wittenberg. Erola Arcalís (Menorca/London) und SofijaSilvia (Silvia Potočki) (Pula/Paris) werden im Rahmen zweier ortsspezifischer Residenzen neue fotografische Arbeiten entwickeln.
Seit 2025 ist das Passage Art-Residency-Programm Teil des KOBRA Kulturnetzwerks Wittenberg, das im Rahmen des Förderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ kulturelle Kontinuitäten, Brüche und Zukunftsperspektiven zwischen Fläming und Dübener Heide erforscht. Als zentrales Element des Netzwerks ermöglichen die vierwöchigen Passage-Residenzen internationalen Künstlerinnen und Künstlern, sich intensiv mit den Landschaften, Archiven und Geschichten der Region auseinanderzusetzen.
Erola Arcalís wurde für den Residenzplatz an der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek (RFB) in Wittenberg ausgewählt. Ihre multidisziplinäre Praxis verbindet Fotografie und Schreiben und beschäftigt sich mit der Entstehung individueller und kollektiver Erinnerung. Während ihrer Residenz wird sie historische Illustrationen, Diagramme und Schriften der Bibliothek als Ausgangspunkt nutzen, um die Rolle von Bildern, Literatur und Archiven bei der Konstruktion und Weitergabe von Wissen und Erinnerung zu erforschen.
Der Residenzplatz am ehemaligen Kohlekraftwerk Zschornewitz (Ferropolis Stiftung Industriekultur) geht an SofijaSilvia (Silvia Potočki). Die kroatische Künstlerin untersucht in ihrer fotografischen Arbeit das Verhältnis von Natur, Geschichte und menschlicher Wahrnehmung. Ausgehend von der Frage, wie wir Landschaft bewohnen und mit ihr in Beziehung treten, widmet sie sich den Spuren industrieller Nutzung und den Prozessen ökologischer Transformation. Ihre poetischen Bildwelten eröffnen neue Perspektiven auf Landschaften im Wandel.
Weitere Informationen zu den Künstlerinnen und ihren Projekten folgen in Kürze.


