Wir freuen uns sehr, Pasha Kritchko im Juli im Rahmen der „Passage Shorts Residency“ begrüßen zu dürfen. Pasha Kritchko ist ein belarussischer Dokumentarfotograf, der sich als Reaktion auf die Präsidentschaftswahlen 2020 und die darauf folgenden politischen Repressionen in Belarus der Dokumentarfotografie zuwandte. Seitdem dokumentiert er Vertreibung, Exil, Widerstand und die weitreichenden Folgen der Krise in Belarus. Nach seinem Studium des Visuellen Journalismus und der Dokumentarfotografie in Hannover lebt er nun in Halle (Saale) und möchte seine Arbeit auf Geschichten ausweiten, die sich mit Menschenrechten sowie sozialen und politischen Veränderungen in ganz Europa befassen.
Pasha über sein aktuelles Projekt und seine Pläne im Rahmen von „Passage Shorts“: „Ich sehe Parallelen zwischen den Orten, an denen ich aufgewachsen bin, und Sachsen-Anhalt. Ich höre oft von gesellschaftspolitischen Veränderungen in der Region, nehme diese aber nicht immer klar wahr. Aus diesem Grund möchte ich ein Beobachtungsprojekt über den Alltag in Sachsen-Anhalt starten, um zu erforschen, wie Vergangenheit und Gegenwart gesellschaftliche Prozesse prägen, und vielleicht aufdecken, was hinter der äußerlichen Ruhe der Region steckt. Ich interessiere mich für Menschen, die Bedingungen, unter denen sie leben, und die Faktoren, die ihren Alltag und ihre Entscheidungen beeinflussen. Ich sehe diese Arbeit auch als eine Möglichkeit, die Region, die ich nun mein Zuhause nenne, besser zu verstehen und mich durch den direkten Austausch mit Menschen, Orten und der Sprache schneller in die Gesellschaft zu integrieren. Ich glaube, dass die „Passage Shorts“-Residenz in Ferropolis im Rahmen des splash!-Festivals als Einstieg dienen könnte, um die Auswirkungen des Festivals auf die umliegenden Gemeinden, das Zusammenleben von Besuchenden und Einheimischen sowie die umgebende Landschaft selbst zu untersuchen.“

