
Daniel Mebarek (geb. 1993, bolivianisch/algerisch) ist ein Künstler, der mit Fotografie und Video arbeitet. Seine Projekte entstehen aus langjähriger Feldforschung und enger Zusammenarbeit mit bestimmten Gemeinschaften und Orten. Seine künstlerischen Arbeiten befassen sich mit Identität, Urbanisierung, Arbeit und Erinnerung und reflektieren kritisch die Machtverhältnisse, die die dokumentarische Praxis und den Akt des “Bildermachens” prägen.
Er wurde als Foam Talent für 2026–2027 ausgewählt und war Finalist für den Discovery Award bei Les Rencontres d’Arles im Jahr 2025. Er wurde vom Centre national des arts plastiques (Frankreich), PhMuseum (Italien) und Photolucida (Vereinigte Staaten) unterstützt. Seine Arbeiten wurden unter anderem im British Journal of Photography (Großbritannien), in Aperture (USA) und in Camera Austria (Österreich) veröffentlicht. Seine Arbeiten befinden sich in der Sammlung des Victoria and Albert Museum (V&A).
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Bergwitz eine Bergbaustadt, deren Wirtschaftskraft auf der Förderung von Braunkohle basierte. Im Jahr 1955 wurde das Tagebaugebiet geschlossen und mit Wasser geflutet, wodurch der Bergwitzsee entstand. Diese Veränderung der Landschaft leitete einen langsamen Prozess der Renaturierung in dem Gebiet ein, das jahrzehntelang unter der Verschmutzung durch den Bergbau gelitten hatte. Heute haben sich auch die meisten anderen Städte in der Region in “Post-Bergbau-Landschaften” verändert, indem sie ihre Tagebaustätten in künstliche Seen umgewandelt haben. Es wird erwartet, dass bis 2038 alle Kohlebergbauaktivitäten auf deutschem Gebiet eingestellt werden.
Während meines Aufenthalts beschloss ich, verschiedene Ansätze zu verfolgen und Fotos, Cyanotypien und Archivbilder, die ich gesammelt hatte, zu kombinieren, um einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart von Bergwitz zu geben. Was einst ein Ort schwerer Arbeit war, ist heute ein Ort der Muße und Erholung, geprägt von einem Gefühl der Trägheit.
Die Archivbilder stammen aus der Sammlung von Herbet Hoch, dem Stadtarchivar, und aus dem Privatarchiv von Armin Weiß.
“In Search of a Landscape” is a short film that blends the artist’s experience and work philosophy with a contemplative look at the territory around Hofgestüt Bleesern – a rural area in north-central Germany.
